Aktuelle Information

Liebe Besucher*innen,

bedingt durch die aktuellen Entwicklungen durch die Corona-Epidemie und den daraus resultierenden Vorsichtsmaßnahmen sind wir angewiesen,

alle Führungen, Vorträge und Bildungsprogramme bis vorerst 31. Juli abzusagen.

 Folgende Gründe haben uns dazu bewogen:

  • Mit der Absage der Veranstaltungen kommen wir unserer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung zur Eindämmung der Corona-Epidemie nach.
  • Wir haben eine Fürsorgepflicht sowohl für unsere Besucher*innen als auch für unsere Mitarbeiter*innen.

 Wir bitten um Ihr Verständnis!

Ihr Team vom LBV Schwaben                             

Aufgrund der aktuellen Situation können wir leider derzeit auch nicht sagen, wann unsere Führungen ins "Reich des Steinadlers" wieder stattfinden werden. Sobald es Änderungen dazu gibt, werden wir Sie an dieser Stelle darüber informieren.

Unabhängig von der Teilnahme an einer Führung haben Sie bei einem Besuch im  Hintersteiner Tal jederzeit die Möglichkeit, sich in unserer Adlerhütte  über die  Steinadler zu informieren. Ein Spaziergang entlang des Bärgündelsbaches  lädt dazu ein, die Natur zu genießen, das Pfeifen der Murmeltiere zu hören oder sogar das ein oder andere Murmeltier zu sehen. Möglicherweise kreist auch der Adler über dem Tal.

Die Busverbindung von Hinterstein zum Giebelhaus ist seit 30. Mai wieder in Betrieb (derzeit Maskenpflicht im Bus).
Aktuelle Informationen dazu finden Sie hier.

Tod auf leisen Rädern

Mähroboter: oft tödlich für viele Gartenbewohner und Gefahr für die Artenvielfalt – nicht nur Igel sind betroffen

Hilpoltstein, 29.06.2020 – Igel in bayerischen Gärten schweben zunehmend in Gefahr. Mit der ansteigenden Nutzung von motorisierten Mähwerkzeugen wie Mährobotern oder Fadenmähern werden die kleinen Säugetiere nicht nur in ihrer Lebensweise bedroht, sondern häufig auch schwer verletzt. Selbst an Rückzugsorten im Garten sind sie dank Freischneidern oder Motorsensen oft nicht mehr sicher. Laufen Mähroboter nach Einbruch der Dämmerung, sind die nachtaktiven Tiere besonders gefährdet. „Die meisten Mähroboter erkennen kleine Tiere wie junge Igel, Reptilien oder Amphibien nicht als Hindernis. Sie fahren deshalb oft einfach über die Tiere hinweg und fügen ihnen grausame Verletzungen und Verstümmelungen zu“, weiß die LBV-Igel-Expertin Annika Lange. „Nicht selten sterben die Igel bei solchen Unfällen oder an den daraus resultierenden Wunden, die sich häufig infizieren.“ Darüber hinaus finden sie auf den so geschaffenen sterilen Rasenflächen auch keine Nahrung mehr. „Wo Mähroboter regelmäßig fahren wächst keine Blüte mehr. In der Folge bleiben die Insekten fern, die für den Igel ein Hauptbestandteil der Ernährung sind.“

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König der Lüfte zurück in die Freiheit entlassen

Genesener Steinadler wieder in den Allgäuer Alpen freigelassen – Sender zeigt Standort

 17.6.2020

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Beim „Urlaub Dahoam“ die Natur respektieren

Viele Alpensalamander überfahren

LBV Bildarchiv Christiane Geidel
LBV Bildarchiv Christiane Geidel

Durch die weiteren Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen werden sehr viele Menschen am langen Pfingstwochenende und in den anschließenden Ferien nach draußen in die Natur drängen. Für das Bedürfnis, wieder mehr unter freiem Himmel unterwegs zu sein, zeigt der LBV Verständnis. Trotzdem gilt es beim Naturgenuss mehr denn je, schon immer geltende Grundregeln zu beachten und die Natur, die Tiere und deren Lebensräume zu respektieren. „Ganz nach der Devise ‚leben und leben lassen‘ muss es ein geregeltes Nebeneinander von Erholungssuchenden und der Natur geben. Nur so können wir ihre ganze Schönheit auch in Zukunft noch genießen“, so die LBV-Artenschutzreferentin Dr. Miriam Hansbauer. Der LBV bittet zusammen mit dem Almwirtschaftlichen Verein Oberbayern (AVO) deshalb darum, sich sorgsam in der Natur zu bewegen und ein paar grundlegende Verhaltensregeln zu beachten.

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LBV Projekt „Klassenzimmer Alpen“ erhält Auszeichnung

Das Projekt „Klassenzimmer Alpen“ des LBV wird als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Die Würdigung nimmt der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, im Rahmen einer Video-Botschaft vor. Die Auszeichnung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen.
Das Projekt „Klassenzimmer Alpen“ ist ein Bildungsprojekt, das seit dem Jahr 2013 in Zusammenarbeit mit Grundschulen im Ober- und Ostallgäu läuft. Dabei untersuchen Schüler*innen innerhalb eines Schuljahres zu allen Jahreszeiten den Lebensraum Bergwiese oder ein alpines Fließgewässer. Unter Anleitung des LBV werden die Artenvielfalt, Ökosystemzusammenhänge und die menschlichen Einflüsse auf diese Lebensräume von den Schüler*innen erforscht.
Das Projekt „Klassenzimmer Alpen“ wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert und von der Regierung von Schwaben fachlich begleitet. Die Förderung läuft im Rahmen des Bayerischen Biodiversitätsprogrammes 2030, welches den Schutz und die Förderung der Biologischen Vielfalt zum Ziel hat.

Einen Beitrag des Bayerischen Rundfunks zur Auszeichnung dieses Projektes finden Sie hier

 Das Projekt hat die UN-Dekade-Fachjury nachhaltig beeindruckt. Neben der offiziellen Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält die Bezirksgeschäftsstelle Schwaben des LBV einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die Naturvielfalt steht. 

Auch Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber würdigt das Projekt

Flussuferläufer zurück an unseren Flüssen

Schutzmaßnahmen für diesen vom Aussterben bedrohten Kiesbankbrüter

Die Allgäuer Iller und ihre Zuflüsse Ostrach, Stillach, Trettach, und Breitach sind ein attraktives Ziel für zahlreiche Freizeitaktivitäten. Nicht nur Wanderer, sondern auch Bootfahrer genießen die Natur auf dem Wasser und den angrenzenden Ufer- und Kiesbankbereichen.
Gleichzeitig sind diese Wildflusslandschaften die letzten geeigneten Lebensräume für den vom Aussterben bedrohten Flussuferläufer und den gefährdeten Flussregenpfeifer im Oberallgäu.

Wegen ihrer heimlichen Lebensweise stellen diese beiden Arten alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Ihr Lebensraum sind Kiesbänke und -inseln, die in den dynamischen Wildbächen immer wieder verlagert werden. Dort ernähren sie sich von Spinnen, Insekten, Würmern sowie Larven, Krebs- und Weichtieren, die sie am Boden und im flachen Uferbereich picken. Um Feinde frühzeitig erkennen zu können, sind die Flussregenpfeifer auf vegetationsarme bis vegetationsfreie Flächen angewiesen. Das Nest ist eine kleine, leicht ausgepolsterte Mulde auf wenig bewachsenen Kiesbänken. Flussuferläufer brüten im nahen Uferbereich und am Rand der Auenvegetation.

Auf Störungen reagieren die Kiesbankbrüter sehr empfindlich. Mit dem „Verleiten versucht ein brütender Vogel die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dabei verhält er sich bewusst auffällig und laut, um einen Feind vom Nest bzw. den Küken fortzulocken. Besonders unter Druck geraten die Vögel, wenn ihrem Nest Hunde, Bootfahrer oder andere Erholungssuchende auf den Kiesbänken zu nahe kommen. Häufige Störungen dieser Art können dazu führen, dass Fressfeinde auf die Brut aufmerksam werden oder die Brut abgebrochen wird. Die bestens getarnten Eier, die sich kaum von den Steinen der Umgebung abheben, werden von Besuchern übersehen und zertreten.

„Meiden Sie daher als verantwortungsbewusster Freizeitsportler und Naturliebhaber die als Vogelbrutplatz gekennzeichneten Kiesbänke und Kiesinseln“, so die Biologin Brigitte Kraft vom LBV. Nach der Jungenaufzucht in diesem Jahr werden die Schilder vom LBV wieder abgebaut.

Der Landesbund für Vogelschutz e.V. (LBV) engagiert sich grenzüberschreitend mit dem Landratsamt Tölz-Wolfratshausen, dem Naturpark Tiroler Lech und Naturpark Karwendel für ein gemeinsames Miteinander von Naturschutz und Freizeitnutzung. Die Besucherlenkung mit zeitlich begrenzten Einschränkungen auf Kiesbänken und -inseln ist Teil des grenzübergreifenden INTERREG-Projektes „Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen“ für ein respektvolles Miteinander von Menschen und Natur. Das Projekt findet im Oberallgäu in Kooperation mit dem Landratsamt sowie dem Wasserwirtschaftsamt statt.

 

 Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:

Brigitte Kraft, Biologin und Leiterin der Bezirksgeschäftstelle Schwaben,
E-Mail:
brigitte.kraft@lbv.de, Tel.: 08331 / 96677-12, Mobil 0160-90749729

 

Bildnachweise: Besucherlenkung_Schild- Brigitte Kraft; Flussuferläufer-Marcus Bosch_LBV Bildarchiv; Flussregenpfeifer_Gelege-Dieter Hopf_LBV Bildarchiv; Flussregenpfeiffer-Markus Glaessel_LBV Bildarchiv

 

Interregprojekt "Wildflüsse"

Vielfältiges Leben an unseren Alpenflüssen - Für ein respektvolles Miteinander von Mensch und Natur

Die traumhaften Landschaften der letzten alpinen Wildflüsse wie Iller, Lech, Loisach, Ammer, Rißbach, Isar und Tiroler Achen sowie deren Nebenflüsse bieten  grenzüber-greifend  vielen bedrohten Arten Lebensraum. Zugleich sind diese Gebiete ein Magnet für den Freizeit-Tourismus von nah und fern. Es ist wenig verwunderlich, dass so auf engem Raum viele verschiedene Interessen aufeinander treffen:

Wassersportler und andere Erholungssuchende nutzen die einmalige Natur, um sich vom Alltagsstress zu regenerieren und Abenteuer zu suchen. Für Arten wie den Flussuferläufer oder die Deutsche Tamariske sind die Wildflusslandschaften jedoch die letzten geeigneten Lebensräume im  Alpenraum und folglich reagieren diese Arten sehr sensibel auf Störungen.

Das Interreg-Projekt “Vielfältiges Leben an unseren Alpenflüssen” setzt sich genau mit dieser Problematik auseinander und will damit grenzüberschreitend die Voraussetzungen für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur schaffen.

Um dies zu erreichen, haben der Landesbund für Vogelschutz e.V. sowie der Naturpark Tiroler Lech, das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen und der Naturpark Karwendel folgende Maßnahmen geplant und teilweise schon umgesetzt:

 

 Erarbeitung gemeinsamer, einheitlicher Qualitätsstandards für Besucherlenkung und Monitoring.

 Erstellung von Managementplänen und Besucherlenkungskonzepten

 Erarbeitung und Umsetzung eines mehrstufigen Kommunikationskonzeptes

 Erhebung ausgewählter Zielarten und Etablierung eines einheitlichen Monitoringsystems

 Installation, Ausbau und Qualifizierung von Rangern

 Aufbau einer selbsterklärenden, möglichst einheitlichen Beschilderung

 

Eine Broschüre mit ausführlichen Informationen zu Maßnahmen und Projektgebieten senden wir Ihnen gerne zu

Bestelladresse schwaben@lbv.de 

 

Glück im Unglück - Steinadler im Oberallgäu aus Stacheldrahtzaun gerettet

LBV Archiv Marcus Bosch
LBV Archiv Marcus Bosch

 

Aktuell erfasst der Landesbund für Vogelschutz (LBV) im Auftrag des Landesamtes für Umwelt (LfU) den Brutbestand der Steinadler in den Allgäuer Alpen, um Horste mit einer begonnenen Brut besonders schützen zu können. Große Aufregung herrschte deshalb beim LBV, als von der Polizei ein Steinadler im Stacheldrahtzaun auf der Salmaser Höhe bei Oberstaufen gemeldet wurde. Ein Wanderer hat die Polizei über den ungewöhnlichen Fund informiert, die wiederum den zuständigen Jäger und den LBV über die Meldung in Kenntnis setzte. Da die Steinadler bereits mit der Brut begonnen haben war die Sorge groß, dass es sich um einen Revieradler handeln könnte und es zum Brutabbruch kommt. Solange die ein bis zwei Eier bebrütet werden muss immer ein Adler im Horst sein, damit die Eier nicht auskühlen. Egal welcher Reviervogel ausfällt: in diesem Fall ist der Nachwuchs eines ganzen Jahres verloren.

 

Der zuständige Jäger hat den Vogel zusammen mit einer weiteren Person geborgen und dem LBV zur Pflege übergeben. Die Erleichterung, dass es sich nicht um einen Revieradler handelte war groß. Erste Untersuchungen ergaben eine Fraktur an einem Flügel. Der Steinadler befindet sich jetzt bis zur völligen Genesung in einer Pflegestation. Sobald der König der Lüfte  wieder flugfähig ist wird er in den Allgäuer Alpen wieder in Freiheit entlassen.

 

 Ihr Ansprechpartnerin für weitere Informationen:

 

Brigitte Kraft, Biologin und Leiterin der Bezirksgeschäftsstelle Schwaben,
E-Mail:
brigitte.kraft@lbv.de, Tel.: 08331 / 96677-12, Mobil 0160-90749729

Wir sind Träger des Siegels Umweltbildung.Bayern

Für unsere zahlreichen Umweltbildungsprojekte sind wir mit dem Siegel Umweltbildung.Bayern ausgezeichnet worden. Wenn Wie eine Umweltbildungsveranstaltung bei uns buchen oder weitere Infos zu unseren Angeboten möchten, dann bitte hier weiterlesen


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